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Kunststofffüllung – Komposit

Kunststofffüllung

© LosRobsos – Fotolia.com

Sind Zähne von Karies betroffen, entstehen zunächst kleine Löcher im Zahn, wenn die Zahnsubstanz von den Bakterien regelrecht abgefressen wird. Werden die anfänglichen Löcher im Zahn nicht repariert, können sich die Karies Bakterien bis zu den Zahnnerven durcharbeiten. Ist es erst mal soweit, hilft oft nur noch, den Zahn zu ziehen. Idealerweise erfolgt zweimal jährlich eine Vorsorgeuntersuchung der Zähne beim Zahnarzt. Diese hat unterschiedliche Vorteile für die Patienten. Zum einen werden die Zähne regelmäßig genauer untersucht, kleinste Schäden können bereits erkannt und behandelt werden.

Zum anderen gibt es für jede Vorsorgeuntersuchung einen Stempel ins Bonusheft. Kommt es einmal soweit, dass größere Reparaturen oder eine prothetische Versorgung notwendig wird, beteiligen sich die Kassen deutlich besser, als bei Patienten, die kein Bonusheft vorweisen können.

Kunststofffüllung besser als Amalgam


Ein Loch im Zahn lässt sich mit unterschiedlichen Materialien füllen. Für die gesetzlichen Krankenkassen ist Amalgam immer noch Mittel der Wahl. Eine Amalgamfüllung wird von den Krankenkassen voll bezahlt, andersartige Füllmaterialien nur in Höhe einer Amalgamfüllung bezuschusst. Doch immer mehr Menschen entscheiden sich heutzutage für eine andere Füllung, als Amalgam. Das silbrig glänzende Material, das eigentlich eine Quecksilberlegierung ist, geriet in den letzten Jahren in Verruf. Quecksilber ist allgemein gesehen giftig für den menschlichen Körper, doch die abgegebene Menge an Quecksilber aus Amalgamfüllungen stehen in keiner Zusammenhang mit ernsthaften Erkrankungen, zumindest ist dies bisher nicht wissenschaftlich belegt. Für die Entscheidung, andersartige Füllungen zu wählen, werden vielmehr ästhetische Aspekte genannt. Reparierte Zähne sollen möglichst nicht von gesunden unterschieden werden.

Kunststofffüllungen machen dies möglich. Kunststofffüllungen sind auch als Kompositfüllung bekannt. Verwendet wird ein Material mit dem Namen Komposit, das schichtweise in das aufbereitete Loch eingearbeitet wird.  Dabei wird jede Schicht mit einem speziellen Blaulicht gehärtet. Dieses Verfahren nennt man auch Schmelz-Klebe Technik.

Kunststofffüllung in aller Kürze:

  • Kunststofffüllungen sehen aus, wie echte, gesunde Zähne
  • sie sind zwar teurer, als Amalgamfüllungen, eignen sich jedoch insbesondere für kleinere Reparaturen in allen Bereichen des Kiefers
  • Lange Lebensdauer und eine sehr gut Biokompatibilität zählen zu den weiteren Vorteilen
  • Allergische Reaktionen sind bei einer Kompositfüllung nicht zu erwarten

Kunststofffüllung – Kompositfüllung Kosten

Ob die Kosten für eine Kompositfüllung von den gesetzlichen Krankenkassen voll übernommen werden oder nicht, hängt in erster Linie davon ab, wo der zu behandelnde Zahn liegt. Im Frontbereich, also in dem Bereich, wo die Zähne sichtbar sind, werden die Kunststofffüllungen von den Krankenkassen voll bezahlt. Im hinteren Bereich, wo die Zähne nicht sichtbar sind, wird nur ein Teil der Kosten übernommen, in einer Höhe, die eine Amalgamfüllung gekostet hätte. Den Rest müssen Patienten selber bezahlen. Je nach Arbeitsaufwand können hier Zuzahlungskosten entstehen, die bis zu 100,- Euro pro Zahn betragen. Auch die Größe der Kompositfüllung ist maßgebend in der Berechnung der Zuzahlung.

 

„Kunststofffüllungen werden von immer mehr Menschen bevorzugt. Die moderne Zahnmedizin bietet Patienten zahlreiche Alternativen zur Amalgamfüllung, zu bedenken ist jedoch, dass bei andersartigen Füllmaterialien hohe Kosten entstehen können. Eine Füllung aus Komposit ist auf jeden Fall eine gute Alternative zu Amalgam, da der Zahn damit gesund und echt aussieht.“

Muss ein Zahn nach einer Kariesbehandlung verschlossen werden, ist die Kunststofffüllung eine Möglichkeit um zu verhindern, dass Speisen, Sauerstoff oder Getränke an den zahnnerv„>Zahnnerv vordringen. Das Material gilt als besonders haltbar und besitzt, beispielsweise gegenüber Amalgam, deutliche Vorteile. Gerade der optische Aspekt kommt bei Kunststofffüllungen zum Tragen, denn die Füllmasse lässt sich hervorragend auf das Farbbild der Zähne angleichen.

Die Vorteile von Kunststofffüllungen

An und für sich ist die Bezeichnung Kunststofffüllung fehlerhaft. Das Material besteht nur zum Teil aus Kunststoff. Der Hauptbestandteil der Füllmasse besteht aus Quarzen und Glas, einzig 30 bis 40 Prozent der Masse bestehen tatsächlich aus Kunststoffen. Nichtsdestotrotz bietet das Gemisch nennenswerte Vorteile und erleichtert die Zahnarztbehandlung nachhaltig. Die Masse ist relativ weich und lässt sich daher direkt in der Praxis verarbeiten. Bei den häufig verwendeten lichthärtenden Kunststofffüllungen härtet die Masse erst vollständig aus, wenn sie mit UV-Licht bestrahlt wird. Durch die Bestrahlung verbindet sich der Kunststoff mit den Glas- und Quarzteilchen, wodurch eine harte Masse entsteht, die eine fast so hohe Festigkeit erhält, wie ein gesunder Zahn. Bereits die Mischung weist eine zahnfarbene Färbung auf, sodass sich das Einsatzgebiet der Kunststofffüllung sogar auf die Frontzähne ausweiten lässt. Ein weiterer Vorteil ist natürlich der preisliche Faktor. Im Vergleich zu Inlays sind Kunststofffüllungen, auch als Composite bekannt, wesentlich günstiger.

Die Einsatzmöglichkeiten der Composites

In der Kariesbehandlung ist das Komposit heute ein fester Bestandteil. Doch auch Defekte, wie abgebrochene Schneideflächen der Frontzähne können durch die Füllmasse ersetzt werden. Galt die Kunststofffüllung in früheren Jahren noch als ungeeignet zum Auffüllen von Backenzähnen, ist diese Sorge durch neue Mischungsverfahren heute unbegründet. Um eine lange Haltbarkeit zu gewährleisten, müssen jedoch einige Faktoren beachtet werden. In unserer Praxis wenden wir grundsätzlich moderne Behandlungsmethoden an, sodass unsere Füllungen lange halten. Das bedeutet jedoch auch, dass wir nicht in jedem Fall zu Kunststoff raten. Beispielsweise empfehlen wir bei sehr großen Zahnschäden, bei denen der Zahnrand komplett entfernt werden musste, von einer Füllung ab und sprechen für die Behandlung und Korrektur mittels Keramikkronen oder Inlays aus. Aber auch hier ist die Entscheidung stets individuell und kommt auf den tatsächlich Schaden am Zahn an.

Wie läuft die Behandlung ab?

Zuerst entfernen wir die geschädigte Zahnsubstanz. Um nun die Kunststofffüllung einzusetzen, wenden wir das Mehrschichtverfahren an. Bei diesem wird die Füllmasse schichtweise in den Zahn gefüllt und immer wieder gehärtet, sodass eine sehr hohe Festigkeit gegeben ist. Damit die Füllung gut hält, ätzen wir vor dem Einfüllen die Zahnwände leicht an und streichen ein Haftmittel auf. Erst jetzt beginnen wir, die Füllmasse schichtweise einzufüllen und auszuhärten, damit sich die einzelnen Materialien optimal miteinander verbinden und über Jahre hinweg im Zahn halten.

Die Kosten der Kunststofffüllung


Ob die gesetzlichen Krankenkassen einen Teil der Kosten für Kunststofffüllungen an Schneidezähnen übernehmen, können wir an dieser Stelle nicht pauschal sagen. Wir empfehlen, den Behandlungsplan der zuständigen Krankenkasse vorzulegen. Gerne beraten und unterstützen wir Sie auch dabei.
Bei hinten im Mundraum liegenden Zähnen, trägt der Patient oder die bestehende Zahnzusatzversicherung die Kosten, denn die gesetzlichen Krankenkassen arbeiten nach dem Prinzip „ausreichend, zweckmäßig und wirtschaftlich“ – und dem Standard entsprechen leider Amalgamfüllungen.

Doch für Ihre Zahngesundheit setzen wir ausschließlich auf hochwertige Kunststofffüllungen, denn nur so können wir das beste und haltbarste Ergebnis liefern. Und auch wenn Amalgam das günstigste Füllmaterial ist, raten wir ausdrücklich von der Verwendung ab. Denn über Jahre im Mund getragenes Amalgam kann sich nach und nach negativ auf den Organismus und die Gesundheit auswirken.

Auf einen Blick:

  • Kunststofffüllungen sind sehr haltbar und vor allem langlebig
  • Kunststofffüllungen bestehen nur zu einem Teil aus Kunststoff – Für die Haltbarkeit besteht die Masse ebenso aus Quarz und Glas
  • Mit Composites bzw. Kunststofffüllungen lassen sich sowohl kleine Defekte an Scheidezähnen, als auch größere Löcher in Backenzähnen korrigieren