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Fissurenversiegelung – der Schutz für die Zähne

Fissurenversiegelung

© starush – Fotolia.com

Fissurenversiegelung ist eine Behandlung in der Kariesprophylaxe. Hauptsächlich sind Molaren hier die Hauptakteure, aber auch die kleineren Prämolaren können mit dieser Behandlungsmethode vor Karies geschützt werden. Das bedeutet allerdings nicht, dass man die Zahnpflege vernachlässigen sollte, nach dem Motto: Meine Zähne sind nun geschützt! Ganz im Gegenteil. Nach einer Fissurenversiegelung ist eine gute und adäquate Zahnpflege unbedingt erforderlich. Die Versiegelung ist ähnlich einer Füllung, nur mit anderem Material und auf den Höcker der Molaren verteilt.

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Die Ränder dieser „Füllungen“ sind durchaus anfällig für Bakterienbefall. Bei der Voruntersuchung werden Fissureneingang und Fissurengrund vermessen. Insbesondere der Fissurengrund, der tiefer liegt, als der Fissureneingang, ist für die Ansiedlung von Kariesbakterien besonders anfällig. Die Behandlung Fissurenversiegelung nicht immer mit einem Freudenschrei seitens der Zahnärzte und der Wissenschaft betrachtet. Vor allem über die klinische Sicherheit wird kontrovers diskutiert, dennoch ist die Behandlung durchaus sinnvoll und empfehlenswert, sofern entsprechend Indikationen vorliegen.

Fissurenversiegelung in aller Kürze:

  • Fissurenversiegelung wird vor allem an den hinteren Backenzähnen (Molaren) durchgeführt
  • Es handelt sich bei der Fissurenversiegelung um ein Verfahren, ähnlich einer Füllung um die Zähne vor Karies zu schützen
  • Über die Notwendigkeit dieser Behandlung sollte stets ein erfahrener Zahnarzt entscheiden bzw. Mitspracherecht erhalten
  • Die Fissurenversiegelung stellt zwar einen gewissen Schutz dar, auf eine adäquate Zahnpflege darf aber auch hinterher nicht verzichtet werden

Indikationen für eine Fissurenversiegelung


Wie in jedem anderen Bereich der Medizin, gibt es auch für die Fissurenversiegelung Indikationen und Kontraindikationen. Es ist sehr wichtig, die Vor- und Nachteile einer solchen Zahnbehandlung zu kennen und zwar bevor man mit der Behandlung beginnt. Für die Fissurenversiegelung ist eine vollständige Trockenlegung des Zahnes zwingend erforderlich. Ist dies nicht möglich, weil z. B.der Zahn sehr klein ist, kann die Behandlung auch nicht durchgeführt werden. Vor der Behandlung müssen sich die Patienten mit einer guten und umfassenden Zahnpflege und Mundhygiene vertraut machen. Ebenso ist es wichtig, dass den Patienten verständlich gemacht wird, dass selbst eine Versiegelung keinen 100%-igen Schutz gegen Karies bieten kann. Zahnzwischenräume sind besonders kariesgefährdet, hier kann jedoch keine Fissurenversiegelung erfolgen. Deshalb ist eine konsequente Zahnpflege unverzichtbar. Nach erfolgter Behandlung sollten die Patienten mindestens 1 Stunde lang auf Essen, Trinken, Kaugummikauen, zahnfleischbluten„>Zähneputzen verzichten, damit sich die Wirkung der Fluoridtouchierung entfalten kann. Ebenso wichtig ist die regelmäßige Teilnahme an den halbjährlichen Vorsorgeuntersuchungen.

„Eine Fissurenversiegelung bietet bis zu einem bestimmten Grad Schutz gegen Karies. Nichtsdestotrotz müssen Patienten mit einer effektiven Zahnpflege und Mundhygiene vertraut gemacht werden. Eine Fissurenversiegelung kann nur mit einer konsequenten Zahnpflege zum gewünschten Erfolg führen.“