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Was ist eine Zahnfistel?

Eine Zahnfistel ist sehr schmerzhaft und muss immer zahnärztlich behandelt werden.

Zahnfistel röntgen

© StockArt – Fotolia.com

Oft kommt es zu Schmerzen oder auch nur zu schmerzhaften Beschwerden der Zähne, als erstes vermutet man, dass es sich dabei vielleicht um Karies handeln könnte. Dies muss aber nicht immer der Fall sein. Sehr häufig wird bei diesen akuten Schmerzen eine Zahnfistel diagnostiziert. Im Fachbegriff auch „Dentalfistel“ genannt. Vorkommen kann eine solche Zahnfistel im Ober- und Unterkiefer. Betroffen ist immer nur ein Zahn, bei dem sich im oberen Bereich der Zahnwurzel eine lokale Entzündung gebildet hat.

Welche Ursachen hat eine Zahnfistel?

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Durch Bakterien wird eine entzündliche Stelle an der Wurzelspitze des betroffenen Zahns verursacht. Hier kommen wir wieder zu dem o.g. und nicht ganz falschen Verdacht einer Karies. Denn ohne kariöse Beschädigung könnten in den Zahn keine Mikroorganismen eindringen und die Entzündung verursachen. Im Bereich der Zahnwurzel bildet sich dann Eiter (verursacht Schmerzen) und zu den Knochen entsteht ein so genannter Fistelgang.

Mangelnde Zahnhygiene und nicht ausreichende Mundhygiene sind oft der Anlass, dass das Immunsystem schwächelt und das Eindringen von Keimen begünstigt wird.

Welche Symptome treten bei einer Zahnfistel auf?

Zähne gut - alles gut: Wie Zähne Ihre Gesundheit beeinflussen

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Anfangs treten keinerlei Symptome auf, die besonders erkennbar sind. Obwohl schon eine leichte Entzündung vorhanden ist, merkt der Betroffene kaum etwas. Im weiteren Verlauf kommt es zu einem Anschwellen in der Nähe des erkrankten Zahnes. Jetzt bemerkt der Patient einen leicht klopfenden oder stechenden Schmerz, sowie oft ein leichtes Spannungsgefühl. Der Fistelgang entsteht und der Eiter der sich gebildet hat führt zu stärkeren Zahnschmerzen. Der Zahnarzt muss jetzt ein Antibiotika verordnen, damit die Keime abgetötet werden.

Wie behandelt der Zahnarzt eine Zahnfistel?

Die Schmerzen werden immer stärker und sind kaum auszuhalten, dies geschieht in dem fortgeschrittenen Stadium. Wenn man dies „starke Schmerzen“ nennt, ist es tief gestapelt, es schmerzt höllisch. Eine Wurzelbehandlung (Wurzelkanalbehandlung) ist unumgänglich und muss jetzt gemacht werden. Die Behandlung beginnt damit, dass nach einer Sedierung die Dentalfistel mechanisch geöffnet wird, das nennt man in der Fachsprache Trepanation. Dadurch wird der Druck auf den Zahn verringert und das Eiter Sekret wird abgesaugt. Weiter muss eine Röntgenaufnahme angefertigt werden um zu sehen, wie stark der Zahn betroffen ist und ob dieser evtl. entfernt, also extrahiert werden muss. Mit einer Wurzelspitzenresektion kann der Zahn gerettet werden, wenn nur die Wurzel entzündet ist.

Eine Zahnfistel mit einer eitrigen Entzündung ist immer ernst zu nehmen, denn wenn hier nicht ausreichend behandelt wird, kann es zu weiteren ernsthaften Schädigungen kommen, Niere und Herz können angegriffen werden, eine Endokarditis kann die Folge sein. Also eine Herzmuskelentzündung, die tatsächlich tötlich enden kann.

Video zu Dentalfistel