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Zahnersatz auf Implantaten

Zahnersatz oder Implantate?

Zahnersatz auf Implantaten: Alles, was Sie als Patient wissen müssen

Zahnimplantate: Alles, was Sie als Patient wissen müssen


Das Implantat ist Ihre neue, künstliche Zahnwurzel. Sie besteht aus Titan oder Keramik. Der eigentliche Zahnersatz, der Sie wieder strahlen lässt, sitzt auf dieser soliden Halterung. Haben Sie einzelne Zahnlücken, hält das Implantat also den ersetzten Zahn. Fehlen mehrere Zähne hintereinander, können Sie stattdessen auf nur vier Implantaten eine ganze Implantatbrücke befestigen.

Die Implantologie kennt sowohl das Implantat als Komplettlösung als auch den Zahnersatz auf Implantaten. Das Implantat als bloße Halterung erlaubt es Ihrem Zahnarzt sogar, Ihnen bei kompletter Zahnlosigkeit wieder zu natürlich wirkenden, festsitzenden oder herausnehmbaren Zahnreihen zu verhelfen.

Zahnersatz auf Implantaten ist also eine moderne, flexible Ersatzform im Bereich der Implantologie.

Indikation zur Verwendung eines Zahnersatz auf Implantaten

Möchten Sie größere Zahnlücken schließen? Oder sollen hintere Backenzähne durch Implantate ersetzt werden? In beiden Fällen berät Sie Ihr Zahnarzt ausführlich dazu, welchen Zahnersatz auf Implantaten Sie kostengünstig und zufriedenstellend wählen können. Er erstellt gemeinsam mit Ihnen den Behandlungsplan und sie besprechen sich zu wichtigen Voraussetzungen der Nachsorge. Schließlich unterstützt Ihr Zahnarzt Sie auch beim Beantragen der Kostenerstattung.

Falls Sie bei völliger Zahnlosigkeit über die Wahl von Implantaten nachdenken, erfahren Sie vor allem dies von Ihrem Zahnarzt: Zahnersatz auf Implantaten ist für einen Vollersatz vergleichsweise günstig, denn schon acht bis zehn Implantate halten alle Zähne, die ersetzt werden sollen. Die Behandlungsdauer richtet sich allerdings weiterhin nach Ihrem Kieferzustand und weiteren gesundheitlichen Kriterien.

Behandlung für den Zahnersatz auf Implantaten

Zahnimplantate - Ein Ratgeber für Patienten von Dr. Dr. Stefan Berg und Dr. Dr. Norbert Schmitz-Koep

Zahnimplantate – Ein Ratgeber für Patienten von Dr. Dr. Stefan Berg und Dr. Dr. Norbert Schmitz-Koep


Für die Behandlung prüft Ihr Zahnarzt zunächst den Zustand Ihres Kiefers. Falls nötig, geht dem Einsatz der nötigen Implantate ein Knochenaufbau voraus. Beraten Sie sich auch, falls eine andere Erkrankung Einfluss auf den Heilungsprozess nehmen würde. Sie müssen nicht darauf verzichten, Zahnersatz auf Implantaten anstelle herkömmlicher Ersatzmöglichkeiten zu tragen. Ihr Zahnarzt wird in einem solchen Fall nur mit Ihnen abstimmen, was Sie während und nach der Behandlung beachten müssen.

Während des Abheilprozesses gehört gründliche Mundhygiene natürlich unterstützend zur Pflege der Implantate. Sobald darauf der Zahnersatz befestigt ist, müssen Sie diesen ebenso sorgfältig pflegen wie Ihre eigenen Zähne. Der Kontrollzeitraum für einen stets einwandfreien Zahnersatz auf Implantaten verkürzt sich auf drei Monate. Folgen Sie dem Rat Ihres Zahnarztes, bleibt dies lebenslang eine Routineuntersuchung.

Kosten für Zahnersatz auf Implantaten


Für ein Einzelimplantat zahlen Sie mit allen Faktoren wie Material, Zahnlabor und Zahnarzthonorar zwischen 1.800 und 3.400 Euro. Entscheiden Sie sich für eine Implantatbrücke zum Herausnehmen, kosten Implantat und Zahnersatz gemeinsam wenigstens 4.000 und höchstens 10.000 Euro. Festsitzender Zahnersatz auf Implantaten ist wesentlich teurer.

Bitte beachten Sie trotz der offensichtlich hohen Gesamtkosten die Vorteile dieses Zahnersatzes. Auch reduziert der Erstattungsanteil Ihrer Krankenkasse Ihren Eigenanteil erheblich. Vielleicht entspricht Ihr Einkommen den Reglungen eines „Härtefalls“? Fragen Sie Ihren Zahnarzt danach, möglicherweise erhalten Sie auf diese Weise den doppelten Erstattungsbetrag. Die Ähnlichkeit in Optik und Funktionalität mit Ihren eigenen Zähnen macht Ihre Überlegungen zum Zahnersatz auf Implantaten in jedem Fall lohnenswert.

Zahnersatz auf Implantat kann nicht bei jeder Person gesetzt werden. Voraussetzung ist schon eine allgemein gute körperliche Verfassung!

Zahnersatz auf Implantat braucht einen gesunden Mund

Grundsätzlich muss das ganze Gebiss vor dem Implantieren kariesfrei und gesund sein, Zahnfleischentzündungen oder Erkrankungen des Zahnhalteapparats müssen zunächst abgehilt sein. Musste der fehlende Zahn zum Beispiel wegen einer Entzündung an der Wurzelspitze oder einer zu weit fortgeschrittenen Entzündung des Zahnhalteapparats gezogen werden, sind der Knochen und das umliegende Gewebe betroffen. Der Zahnarzt muss dann mindestens sechs Wochen abwarten, bis die Entzündung ausgeheilt ist und sich Knochen und Gewebe wieder regeneriert haben. Erst dann kann er das Implantat einsetzen (verzögerte Sofortimplantation).

Ging der Zahn durch einen Unfall verloren, und der Kieferknochen wurde dabei nicht verletzt, kann das Implantat sofort in das leere Zahnfach gesetzt (Sofortimplantation) und eventuell mit einer provisorischen Krone versorgt werden (Sofortversorgung). Die Chancen für die Einheilung sind in dem Fall besonders gut, denn die Wunde hat ein hohes Regenerationspotential.

Weiterer Vorteil: Knochen und Weichgewebe werden durch die künstliche Zahnwurzel an Ort und Stelle gehalten. Nach einem Zahnverlust bilden sie sich sonst nach einer gewissen Zeit zurück.

 Bei Risikopatienten droht Implantatverlust

Nicht jeder Mensch kommt für ein Implantat in Frage. Zu den Risikopatienten gehören Menschen mit schlechter Mundhygiene, da bei ihnen die Gefahr größer ist, dass das Implantat verloren geht. Bei ihnen müssten erst einmal durch eine oder mehrere professionelle Zahnreinigung bessere Voraussetzungen für ein erfolgversprechendes Einwachsen der Implantate geschaffen werden.

Bei Rauchern sind Zahnfleisch und Knochen schlechter durchblutet, Wunden heilen langsamer als bei Nichtrauchern. Sie sollten daher zumindest sechs Wochen vor und sechs Wochen nach dem operativen Eingriff auf Zigaretten komplett verzichten.

Auch manche Erkrankungen können das Risiko erhöhen, dass das Implantat nicht einheilt und der ganze Aufwand eventuell umsonst betrieben wird. Einige Behandler schicken ihre Patienten deshalb vor der anstehenden Operation zu einem Allgemeinmediziner, um sie dort einem Gesundheits-Check unterziehen zu lassen.

Eine schlechtere Wundheilung ist bei Diabetikern zu befürchten, bei denen der Insulinspiegel nicht optimal eingestellt ist. Menschen mit schlechtem Allgemeinbefinden (zum Beispiel durch Stress) oder Patienten, die an HIV leiden, haben in der Regel eine verminderte Immunabwehr.

Das gefährdet das Einheilen.

Wer an der Knochenstoffwechselstörung Osteoporose leidet oder bestimmt Rheumamedikamente einnehmen muss, sollte kein Implantat erhalten.

Knochenaufbau ist fast immer nötig

Verfügt der Patient über einen gesunden, festen Kieferknochen, ist das Setzen eines Implantats ein Routineeingriff. Ist der Knochen an der betreffenden Stelle jedoch schon abgebaut, weil der Zahn seit längerem fehlt, er von Parodontitis befallen war oder Patient älter ist, kann der Eingriff komplizierter werden. Bei etwa jedem zweiten der Patienten, bei denen ein Implantat gesetzt werden soll, muss der Kieferknochen mit Ersatzmaterial aufgebaut werden, weil sonst der Schraube die feste Unterlage fehlen würde. „Das ist wie beim Hausbau, das Fundament muss stimmen“, erklärt ein Arzt. Schließlich müssen die Implantate ja später genau da sitzen, wo sie für die Krone, Brücke oder Prothese gebraucht werden.

Manchmal ist es möglich, den Knochenaufbau und das Setzen des Implantats in einer Sitzung zu absolvieren. In anderen Fällen muss der Zahnarzt den erfolgreichen Knochenaufbau erst abwarten, bevor er das Implantat setzen kann.