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Die Wurzelkanalbehandlung

WurzelkanalbehandlungEiner Wurzelkanalbehandlung stehen viele Patienten skeptisch und ängstlich gegenüber. Viele Fragen drängen sich ins Bewusstsein der Betroffenen.: Ob die Behandlung auch wirklich sinnvoll ist, ob sie vielleicht zu teuer ist, oder ob der Zahn damit tatsächlich erhalten bleiben kann. Diese Fragen sind durchaus begründet und sollten daher mit dem behandelnden Zahnarzt ausführlich besprochen werden.

Wenn kein anderer Ausweg mehr in Sicht ist, wird eine Wurzelkanalbehandlung empfohlen. Sie dient dem Zahnerhalt und somit Ihrer Gesundheit! Schlechte Zähne und Entzündungen im Mundbereich sorgen mitunter für Herzkrankheiten. Um diese zu vermeiden, sollten Sie auf eine optimale Zahnpflege wert legen. Für eine Wurzelbehandlung können viele Gründe vorliegen. Am häufigsten ist Karies, bzw. die Zerstörung durch Karies der Hauptindikator für eine Wurzelkanalbehandlung. Sofern die Entzündungen sich noch nicht drastisch ausgebreitet haben, hat man gute Erfolgsaussichten, den Zahn mit einer Wurzelkanalbehandlung zu retten.

Ziel einer Wurzelkanalbehandlung ist der Erhalt eines Zahnes, der zwar entzündet, aber noch lebensfähig ist. Unter guten Voraussetzungen besteht eine reelle Chance, dass der behandelte Zahn für den Rest des Lebens seine volle Funktion erfüllen kann.

Was Sie bei einer Wurzelkanalbehandlung erwartet


Der Eingriff ist Dank moderner Betäubungsmittel schmerzfrei, wenn auch etwas unangenehm, da Sie unter Umständen über mehrere Stunden den Mund ganz weit offen halten müssen. Es ist empfehlenswert, vor Beginn der Behandlung mit dem Arzt eine Art „Zeichensprache“ zu vereinbaren, damit Sie sich ohne zu sprechen bemerkbar machen können, wenn Sie wider Erwarten Schmerzen empfinden, Krämpfe im Kiefer haben etc. Im Rahmen der Vorbereitung wird der Zahn, der behandelt wird, betäubt. Um den Zahn von jetzt an gegen Bakterien und Speichel zu schützen, wird um den Zahn ein Gummituch (Kofferdam) gelegt. Der gesamte Mundraum wird von diesem Tuch eingenommen, nur der Zahn, an dem gearbeitet wird, ragt heraus.

Die Verwendung vom Kofferdam minimiert das Risiko einer Infektion. Anschließend muss sich der Arzt Zugang zum Wurzelkanal verschaffen. Dies geschieht mit kleinen Bohrern. Sobald der Zugang steht, führt der Arzt flexible Feilen in die Wurzelkanäle ein und fertigt ein Röntgenbild an, um die Länge der Wurzelkanäle festzustellen. Jetzt kann die eigentliche Behandlung beginnen. Mit biegsamen Feilen und Instrumenten wird die Pulpa und das umliegende Gewebe entfernt. Die Wurzelkanäle werden mit einer desinfizierenden Lösung gründlich durchgespült, damit keine Bakterienreste im Zahn verbleiben können. Je nachdem wie stark die Entzündung ist, kann der Arzt die Wurzelkanäle mit einem Medikament füllen und provisorisch verschließen. Unter Umständen sind weitere Röntgenaufnahmen notwendig. Sobald die Entzündung abgeklungen ist, können die Wurzelkanäle mit einem sterilen Füllmaterial hermetisch gefüllt und verschlossen werden. In manchen Fällen ist die Überkronung des Zahnes notwendig, um dessen Stabilität wieder herzustellen.

In welcher Reihenfolge geht der Arzt bei einer Wurzelkanalbehandlung vor?

  1. Vorbereitung
  2. Aufbereitung der Wurzelkanäle
  3. Entfernung der Pulpa und anderes Gewebe
  4. Reinigung und Desinfektion des Wurzelkanals
  5. manchmal provisorische Füllung mit Medikamenten bis die Entzündung abgeklungen ist
  6. hermetische Füllung der Wurzelkanäle
  7. eventuell wird der Zahn mit einer Krone versehen

Ab wann ist ein Erfolg messbar nach einer Wurzelkanalbehandlung?

WurzelkanalIst die Wurzelkanalbehandlung abgeschlossen, können Sie bereits erste Erfolge bemerken. Der Zahn tut nicht mehr weh und Sie können wieder ganz normal zubeißen. Ob das allerdings auch über längere Zeit so bleibt, müssen die Kontrollen klären. Ob eine Wurzelkanalbehandlung erfolgreich ist, zeigt sich meist erst nach einigen Monaten. Es kommt vor, dass während der Behandlung nicht alle Bakterien entfernt werden konnten. Die Reste dieser Bakterien sorgen dann immer wieder für Entzündungen und somit für Zahnschmerzen. Hier kann eine Wurzelspitzenresektion Abhilfe schaffen. Im Rahmen dieses Eingriffes wird die Wurzelspitze gekappt. Auch ist es möglich, dass die Wurzelspitze mit dem Instrument verletzt oder perforiert wurde. Ist dies der Fall, hilft leider nur noch, den Zahn zu ziehen.