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Dormicum (Midazolam)

Warum Dormicum (Midazolam) beim Zahnarzt?

dormicumDormicum ist ein Arzneimittel und gehört zu der Gruppe der Benzodiazepine. Es kann parenteral und oral (als Filmtabletten) verabreicht werden und ist verschreibungspflichtig  Bei der Einnahme des Medikaments ist Vorsicht geboten da es bereits nach kurzer Anwendung zu psychischen Abhängigkeit Erscheinungen kommen kann.

Vor Allem zur Behandlung im Tiefschlaf und in ambulanter Vollnarkose ist es ein sicheres Mittel zur Zahnbehandlung, besonders bei Angstpatienten. Häufig wird Dormicum intravenös verabreicht, bei Erwachsenen sowie bei Kindern, da die orale Verabreichung in der Vergangenheit wenig Wirkung zeigte. Nach dem verabreichen des Mittels tritt die Wirkung innerhalb von 10-20 Sekunden ein und versetzt den Patienten in einen absolut entspannten Zustand, sodass eine problemlose und schmerzfreie Zahnbehandlung erfolgen kann.


Video über Dormicum Behandlung beim Zahnarzt


Es wird schnell nach dem Wirkungsbeginn in der Leber deaktiviert, somit hat es nur eine kurze Halbwertszeit von ungefähr 90 Minuten. Diese kurze Haltbarkeit wird jedoch von einer exzellenten Verträglichkeit wett gemacht. Ausserdem zeichnet es sich durch Auftreten von retrograder Amnesie aus was dafür sorgt das ungefähr die Hälfte der Patienten sich nicht mehr an die Operation erinnern kann. Damit ist es eine der besten Narkosemittel für Angstausschaltung in der Zahnmedizin. Jedoch wirkt Dormicum ähnlich den Kurzhypnotika Etomidat und Propofol nicht analgetisch (schmerzstillend). Deshalb ist es bei Schmerzen unerlässlich zusätzlichs Arzneimittel, ein Schmerzmittel zu verabreichen.

Was ist Dormicum?

Welche Vorteile bringt eine Sedierung beim Zahnarzt durch Dormicum?

  • Die zahnärztliche Behandlung kann mit Dormicum besser durchgeführt werden
  • Notwendige therapeutische Eingriffe werden stressfrei behandelt
  • Kaum noch Zahnarztangst
  • Dormicum wird schnell von der Leber verarbeitet

Dormicum (Midazolam) und die Angst

Patienten fühlen sich nach der Sedierung und Operation recht entspannt. Auch die Einstichstelle und die Venen werden durch das Arzneimittel wenig bis gar nicht gereizt und belastet. Dem Einsatz des Narkosemittels muss eine Anamnese vorausgehen um Komplikationen während dem Verabreichen zu vermeiden, insbesondere ist hierbei auf Patienten mit Herz-Kreislauf Krankheiten zu achten. Auch Patienten mit Alkohol-,Drogen- und Medikamentenabhängikeit sowie akuten Vergiftungen mit Schlafmittel, Alkohol, Neuroleptika, Antidepressiva und Lithium dürfen Dormicum nicht Verabreicht bekommen. Nach der Operation muss der Patient wie bei jedem Sedativum unter Beobachtung bleiben, kann jedoch nach ungefähr 2 Stunden unter Begleitung nach Hause entlassen werden. Sollten dennoch Komplikationen auftreten kann das Antidot Anexate (Flumazenil) verabreicht werden, seine Wirkung tritt nach ca. einer Minute ein.


Bei Schwangerschaft oder Stillzeit sollte Dormicum allerdings nicht angewendet werden da es Hinweise auf Risiken für den Fetus bei Verabreichung von Benzodiazepinen gibt. Es kann zu beim Fetus zu Hypotonie und unregelmäßiger Herzfrequenz sowie bei Neugebohrenen zu Atemdepression, verminderter Aktivität, mangelhaften Saugen, „floppy-infant“ Syndrom, Hypothermie und Entzugssymptomen kommen. Der enthaltene Wirkstoff Midazolam kann ausserdem in die Muttermilch übertreten und darf bei stillenden Müttern und Kindern unter 12 Jahren nicht verwendet werden.

Die Verabreichung von Dormicum als Filmtabletten hat keine ausreichenden Ergebnisse in der Zahnmedizin gebracht.